Abschied vom Kirchenvorstand

Winfrid Schenk / Foto: Philippuskirche

Monika Schößler/ Foto: Philippuskirche

Tina Kersken/ Foto: Philippuskirche

Philipp Wagner/ Foto: Philippuskirche

Der Freundlichkeit Gottes Herz, Mund und Hände gegeben
Dank für jahrelanges ehrenamtliches Engagement im Kirchenvorstand
Zwei Kirchenvorsteherinnen und zwei Kirchenvorsteher werden dem neuen Kirchenvorstand nicht mehr angehören: Winfrid Schenk, Monika Schößler, Martina Kersken und Philipp Wagner. Sie haben bei der Kirchenvorstandswahl im Juni nicht mehr kandidiert.

Er ist der Macher: Winfrid Schenk.
Die Aufgaben, die er übernommen hat, waren prompt erledigt: zeitnah, zuverlässig und mit Akribie. Und er ist auch der Mann für alle Fälle. Oft sprang er einfach in die Bresche, wo kein anderer da war. Plakate für Gemeindefeste gestalten und drucken, Telefonanlage modernisieren, Rhododendron im Atrium zurückschneiden, neue Fahnen und neues Logo, Hinweis-Schilder aufs ÖGZ säubern… Und, und, und - so vieles, für das Winfrid Schenk ein Auge hat und sich kümmert. Ohne darum viel herzumachen. Emsig, sieht, was anderen gar nicht auffällt und achtet drauf, dass nichts anbrennt. Packt an, wo angepackt werden muss. „Wo ein Winne ist, ist auch ein Weg.“ Und das seit 24 Jahren.     
Vier Wahlperioden von jeweils sechs Jahren gehörte Winfrid Schenk dem Kirchenvorstand an. Seit 1997.
Der ökumenische Gemeindebrief wurde „sein Kind“. Er kümmerte sich ums Layout, das Einwerben von Anzeigen, sorgte für den Druck und das rechtzeitige Ausliegen des Gemeindebriefes. Verschiedene Modernisierungen z.B. neue Bezeichnung „GEMEINSAM“ und Farbdruck nahm er vor. Zum Gemeindebrief kam Ende der 90-er Jahre auch eine Homepage des Ökumenischen Gemeindezentrums, die er gemeinsam mit Wolfgang Lich von der Jakobusgemeinde zum 25-jährigen Jubiläum 2005 in neuem Outfit auf den Weg brachte.
Die vergangenen zwei Jahre kümmerte er sich um ein zeitgemäßes Relaunch der Homepage. In vielen Gottesdiensten übernahm er Lesungen und Moderationen. In all den Jahren dürften es um die 500 Sitzungen der verschiedenen Gremien gewesen sein, in die Winfrid Schenk seine Stimme eingebracht hat und immer wieder auch Protokoll geschrieben hat.
Er gehörte nicht nur dem Kirchenvorstand an, sondern war darüber hinaus auch Mitglied des Ökumenischen Ausschusses und war über viele Jahre in die Dekanatssynode entsandt. Für sein überaus großes ehrenamtliches Engagement ehrten ihn sowohl die Stadt Darmstadt als auch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau mit der Ehrenurkunde.

Auch Monika Schößler
war über 24 Jahre Kichenvorsteherin der Philippusgemeinde. Zuvor war sie bereits viele Jahre Kirchenvorsteherin in der Johannesgemeinde. Ihre Liebe gilt der Kirchenmusik, für die sie Ansprechpartnerin war. Aufgrund ihrer beruflichen Herkunft als Hochbau-Ingenieurin kennt sie sich in baulicher und ästhetischer Hinsicht aus. So ist sie nicht nur Vorsitzende des gemeindlichen Bauausschusses, sondern arbeitet auch im Bauausschuss des Dekanats mit. Die Neugestaltung der Gemeindeküche lag vor allem bei ihr und Achim Britz. Derzeit ist sie an der Erneuerung des Außengeländes des Ökumenischen Gemeindezentrums mit beteiligt.
     Aber auch dann, wenn es anzupacken gilt, ist Monika Schößler zur Stelle. So kümmerte sie sich über viele Jahre um die Kleidersammlung für Bethel oder kochte fürs Sommerfest einen großen Topf Suppe. Darüber hinaus gehört sie auch der Dekanatssynode an. Für ihr ehrenamtliches Engagement erhielt Monika Schößler ebenfalls den Ehrenbrief der Stadt als auch der Kirche. Beim Projekt „Soziale Stadt“ Anfang der 2000-er Jahre war sie Verbindungsfrau zum Ökumenischen Gemeindezentrum. An der ‚Stadtteilrunde Kranichstein‘ beteiligt sie sich regelmäßig. 2019 wurde sie vom Förderverein Kranichstein mit dem „Goldenen Kranich mit Stein“ ausgezeichnet.

Tina Kersken
wurde 2015 in den Kirchenvorstand gewählt und fühlte sich in diesem Kreis schnell wohl. Sie ist die Praktikerin. „Bunte Wiese“? Teilnahme des Ökumenischen Gemeindezentrums? Kein Problem. Sie kümmert sich. Und wenn sie den Kuchen ganz alleine backt und in ihrer Nachbarschaft die Werbetrommel rührt. Sie hat ein Gespür fürs Zwischenmenschliche, für eine gute Atmosphäre - weiß, dass zum Arbeiten mitunter auch ein leckerer Imbiss gehört und sorgt dafür. Und sie hat ein Händchen für liebevoll ausgesuchte und verpackte Überraschungen zu besonderen Anlässen wie Jubiläen. Schade, dass die Sorgende aus persönlichen Gründen nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidiert hat.

Frischen jugendlichen Wind brachte Philipp Wagner
in die Gemeinde. 2015 stieg er zunächst in die KonfiArbeit ein. Da war er 17 und hatte das Abi noch vor sich. Alsbald hatte er ehemalige Konfis als Teamer um sich geschart. 2016 folgte die Berufung in den Kirchenvorstand, um hier die jugendliche Perspektive einzubringen. Für Konfis bereitete er bald eigenständig Treffen vor, begleitete Freizeiten und gestaltete Konfirmationsgottesdienste mit.
Die Gemeinde entsandte ihn 2017 in die Evangelische Jugendvertretung im Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt (EJVD). Er bereitete Vollversammlungen vor und nach, moderierte sie und wurde alsbald zum Vorsitzenden der EJVD gewählt. Ende letzten Jahres wurde Philipp Wagner für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement von der Stadt Darmstadt ausgezeichnet. Eine Vita für einen 23-Jährigen, „wo wir mit 60 nicht hinterherkommen“, lobte ihn die damalige Dezernentin Barbara Akdeniz für seine Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben. Er bedankte sich bei den Hauptamtlichen des Stadtjugendpfarramts und seiner Kirchengemeinde, die immer für ihn da waren und sind, denen „kein Projekt zu groß und keine Idee zu verrückt“ ist. „Sechs Jahre Ehrenamt haben sich nie wie Arbeit angefühlt“, sagte er, „es hat Spaß gemacht und ich wurde immer ernst genommen, ich würde mein Ehrenamt jedes Mal wieder, auch in diesem Maße, ausführen.“

Freundlichkeit, Hilfe, Nächstenliebe, Engagement…- lauter gute Worte. Das es nicht nur bei schönen Worten blieb, sondern sie realisiert und gestaltet wurden, das ist dem Engagement dieser Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen, die weiter machen, sowie einem guten Miteinander von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen im Ökumenischen Gemeindezentrum zu verdanken.

Stellvertretend allen und besonders den Ausscheidenden ein herzliches Danke für Ihren Einsatz. Sie haben dazu beigetragen, unserer Gemeinde ein freundliches Gesicht zu geben und den Stadtteil liebenswerter gemacht.

Für Ihren weiteren Weg Gottes Segen!