Stellungnahme des Evangelischen Dekanats Darmstadt zum Weihnachtsmarkt der Michaelsgemeinde
Die Berichte und das Bildmaterial, das uns seit Beginn dieser Woche zu einem Weihnachtsmarkt der Michaelsgemeinde am 3. Advent erreichen, sind zutiefst verstörend. Die Vorwürfe werden gegenwärtig geprüft. Die EKHN hat die Michaelsgemeinde zu einer Stellungnahme aufgefordert, die bislang noch nicht vorliegt. Das Dekanat distanziert sich von dieser Veranstaltung und sucht gemeinsam mit der EKHN das Gespräch mit den Verantwortlichen der Gemeinde.
Das Anliegen, sich für Menschen in Not – auch in Gaza – einzusetzen, ist grundsätzlich legitim. Der Verkauf von Gegenständen mit Symbolen, die in Verbindung mit der Terrororganisation Hamas stehen, ist dagegen inakzeptabel. Antisemitismus hat in unserem Dekanat und in unserer Kirche keinen Platz. Auf Basis der bisher verfügbaren Informationen besteht der Eindruck, dass der inhaltliche Zuschnitt dieser Veranstaltung nicht mit der Haltung unseres Dekanats und unserer Kirche übereinstimmt.
Die EKHN und das Dekanat Darmstadt verurteilen den grausamen Überfall der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 entschieden. Wir beten um einen gerechten Frieden für Israel und Palästina, der das Leben und das Selbstbestimmungsrecht beider Völker berücksichtigt. Alles Leid von Menschen im Nahen Osten ist für uns unerträglich.
Stellungnahme der Philippuskirchengemeinde
Der Kirchenvorstand der Philippuskirchengemeinde schließt sich der Stellungnahme des Dekanats an und distanziert sich von der Veranstaltung der Michaelsgemeinde.
Für den Kirchenvorstand: Pfarrer Simon Wiegand (Vorsitzender)
Weitere Informationen:
Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)

