Ökumenischer Gruß November

Foto: Simon Wiegand

Liebe Mitmenschen im Ökumenischen Gemeindezentrum und alle, die uns verbunden sind,

die Blätter fallen von den Bäumen und die Tage sind merklich kürzer geworden. Es ist nicht zu leugnen: rund um das ÖGZ ist es Herbst geworden und vor uns liegt der November, der den Ruf hat besonders grau und trist zu sein.

In den Wochen vor uns liegen besondere Tage, die von Gedenken, Trauer und Abschied geprägt sind: Allerheiligen (01.11.) und Allerseelen (02.11.), Volkstrauertag (13.11.), Buß- und Bettag (16.11.) und der „Totensonntag“/“Ewigkeitssonntag“ (20.11.) bevor dann noch im November (!) die Zeit des Advents beginnt, in der nach und nach das Licht der Weihnacht aufscheint.

Mir ist diese „dunkle“ Zeit vor der Adventszeit wichtig. In einer Welt, in der Vieles auf Optimierung und Perfektion ausgerichtet ist, ist es wichtig sich daran zu erinnern, dass wir Menschen unvollkommen – und eben sterblich – sind.

Als Pfarrer gehört der Umgang mit Trauernden zu meinem Alltag dazu und ich erlebe vielfältige Formen der Trauer bei den Menschen mit denen ich wenige Tage nachdem ein*e Angehörige oder ein*e Freund*in gestorben ist zusammen sitze. Doch egal wie die Menschen ihrer Trauer Ausdruck verleihen, erlebe ich in den Trauerfeiern welche Kraft die biblische Botschaft in der Begleitung von Trauerprozessen haben kann.

Ein Text, der mich besonders anspricht steht im Buch der Offenbarung und ist in einer Zeit entstanden, in der die ersten Leser*innen ein großes Bedürfnis nach Zuspruch und Hoffnung hatten:

Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr da. Und ich sah die heilige Stadt: das neue Jerusalem. Sie kam von Gott aus dem Himmel herab –für die Hochzeit bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: »Sieh her: Gottes Wohnung ist bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein. Gott selbst wird als ihr Gott bei ihnen sein. Er wird jede Träne abwischen von ihren Augen. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Klagegeschrei und keinen Schmerz. Denn was früher war, ist vergangen.« Der auf dem Thron saß, sagte: »Ich mache alles neu.« (Offb 21,1-5a; Basisbibel)

Egal wie es Ihnen in diesen Novembertagen geht, egal an wen Sie an den kommenden Gedenktagen denken: Ich wünsche Ihnen, dass sie in der Dunkelheit die Hoffnung auf eine Zukunft ohne Tränen und Schmerz, in der Gott alles neu macht und bei seinen Menschen wohnt, wahrnehmen können.

Es grüßt sie herzlich auch im Namen von Gemeindereferentin Dagmar Böhmer, Pfarrer Stefan Schäfer und Pfarrerin Astrid Maria Horn

Ihr Pfarrer Simon Wiegand

 

Zu folgenden besonderen Veranstaltungen laden die Gemeinden des Ökumenischen Gemeindezentrums im November ein:

Gottesdienste

01.11. 18:30: Heilige Messe zu Allerheiligen mit Pfr. Inziku für die Pfarrgruppe in Heilig Geist (Arheilgen).

02.11. 18:30: Requiem für die Verstorbenen aus unseren Gemeinden mit Pfr. Schäfer in St. Jakobus. (Allerseelen)

06.11. 15:30: Andacht zum Gedenken an die Verstorbenen mit Pfr. Inziku in der Trauerhalle des Friedhof Arheilgen.

13.11. 10:30: Gottesdienst mit ökumenischer Kirchweihstatio am vorletzten Sonntag im Kirchenjahr (Volkstrauertag) mit Abendmahl mit Pfr. Wiegand in der Philippuskirche.

13.11. 17:00: Hubertusmesse in Zusammenarbeit mit der Stiftung Hessischer Jägerhof mit Pfr. Wiegand auf dem Gelände des Jagdschloss Kranichstein.

16.11. 19:30: Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag mit Pfn. Horn, Pfr. Schäfer und Pf. Kiehl in der Philippuskirche.

20.11. 10:30: Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Gedenken an die im vergangen Kirchenjahr verstorbenen Gemeindemitglieder mit Pfr. Wiegand unter Mitwirkung des Ökumenischen Chores in der Philippuskirche.