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Trotz Corona:

Weltgebetstag in der Philippuskirche/ Foto: Dietmar Volke

Weltgebetstag in der St. Jakobus-Kirche / Foto: Dietmar Volke

Eine Tüte "FAIR TRÄGT MEHR" aus dem Eine-Welt-Laden für alle, die an der Vorbereitung des diesjährigen Weltgebetstags beteiligt waren./ Foto: Dietmar Volke

Viele unterstützten den Weltgebetstag
Die Hoffnung wurde nicht enttäuscht. Der Weltgebetstag in Kranichstein am ersten Freitag im März ist ein sehr geschätzter Gottesdienst. Das war auch in diesem Jahr am 5. März so. Trotz Corona. Über 70 Besucherinnen und einige Besucher nahmen daran teil. Das ging gut, weil die Frauen vorgesorgt hatten. Das Vorbereitungsteam war in diesem Jahr so groß, dass zur gleichen Zeit zwei annähernd synchrone Gottesdienste gefeiert wurden: sowohl in der Philippuskirche als auch in der Jakobuskirche des Ökumenischen Gemeindezentrums. Die Besucherinnen und Besucher verteilten sich auf beide Kirchen.
Die wochenlangen intensiven Überlegungen und Planungen des 15-köpfigen Vorbereitungsteams von Kranichsteiner Frauen hatten sich gelohnt. Zwar war der Weltgebetstag in diesem Jahr ganz anders als all die Jahre zuvor, ohne Flötenensemble „TonART“, ohne gemeinsames Singen und ohne Tanzen. Auch fehlte das gemeinschaftliche Essen und das fröhliche miteinander Reden nach dem Gottesdienst. Aber es gelang den Frauen auf eindrückliche Weise, das Anliegen des diesjährigen Weltgebetstages nahezubringen:
Vanuatu, ein kleiner Inselstaat im südlichen Pazifik ist vom Untergang bedroht. Im wahrsten Sinne des Wortes: Wenn wir unsere Lebensweise nicht grundlegend ändern, dann wird diese Inselgruppe aufgrund des Klimawandels im Meer verschwinden. Die Frauen aus Vanuatu, die diesen Weltgebetstag vorbereitet hatten, bauen auf ihr Gottvertrauen und auf weltweite Solidarität.
In Kranichstein gab es diese Solidarität: in Gebet, Information und ansprechender Musik verschiedener Instrumente. Die Kollekte, die zur Unterstützung eingesammelt wurde, ergab 915,20 €. Erstaunen. Trotz der Einschränkungen durch Corona – „eine sehr große Kollekte“, freute sich eine der Verantwortlichen für diesen Weltgebetstag. Die Besucherinnen und Besucher waren sehr angetan von diesem besonderen Gottesdienst. „Ihr habt das so wunderbar gestaltet. Ich konnte so schön abtauchen zu dieser wunderschönen Insel, die strahlenden Frauengesichter, trotz großer Sorgen und Armut.“, bedankte sich eine beim Vorbereitungsteam.