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ÖKJH zukunftsfähig

Sandra Horn (li.) und Andreas Krauß (re.) sind das Gesicht des Ökumenischen Kinder- und Jugendhauses. Die beiden Hauptamtlichen, hier mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden in Vor-Corona-Zeit, prägen seit vielen Jahren die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im „Ökumenischen“. (Foto: Ulrike Volke)

Neue Verträge machen Jugendhaus zukunftsfähig:
„´s Ökumenische“ weiter mit buntem Angebot

Für Kranichsteiner Kinder und Jugendliche ein wichtiger Ort: das Ökumenische Kinder- und Jugendhaus (ÖKJH). Auch im Corona-Jahr haben Kinder hier in Andreas Krauß und Sandra Horn und ihren Mitarbeiterinnen stets Ansprechpartner gefunden und offene Ohren. Meist auch offene Türen. Waren offene Türen wegen Corona nicht möglich, standen die Mitarbeiter*innen vor der Tür bereit. Meist hatten sie sich noch was Besonderes einfallen lassen. Spiele-Ausleihe für zuhause. Leckeren Kuchen, gebacken von einer treuen Unterstützerin, gab es oft obendrein. Im Jahr zuvor machte das kirchliche Jugendhaus von sich reden, weil hier in einem besonderen Projekt Europa mit allen Sinnen eingeübt wurde. So erfolgreich, dass das Projekt auch in diesem Jahr fortgeführt wurde. So viel freundliches Willkommen ist wichtig gerade in dieser Zeit. Das soll auch in Zukunft so sein: „´s Ökumenische“, wie das Kinder- und Jugendhaus des Ökumenischen Gemeindezentrums auch liebevoll genannt wird, bleibt eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in Kranichstein.

Dafür wurden jetzt auch die finanziellen Voraussetzungen geschaffen. Nach 34 Jahren haben die Evangelische Philippus-Kirchengemeinde und die Katholische Kirchengemeinde St. Jakobus untereinander und mit der Stadt Darmstadt neue Verträge geschlossen. Die Stadt hatte dazu vor fünf Jahren den Anstoß gegeben, indem sie die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Darmstadt auf eine neue einheitliche Basis stellen wollte. Fürs „Ökumenische“ im Gemeindezentrum an der Bartningstraße gegenüber der Erich Kästner Gesamtschule bedeutet das ein neues Finanzierungsmodell. Seit dem Bau des Ökumenischen Kinder- und Jugendhauses 1986 hatte die Stadt Darmstadt bislang die Hälfte der Kosten getragen, die andere Kostenhälfte haben die beiden Gemeinden aufgebracht. In den letzten Jahren waren das immerhin über 90.000 € jährlich für die beiden Kirchengemeinden. So geschah es über 34 Jahre. Allerdings hat die Philippusgemeinde ihre Personalkosten im Jugendhaus seit 13 Jahren nur noch mit Unterstützung eines Förderkreises, aus Rücklagen und durch kirchliche Zuschüsse aufbringen können.

Die Stadt Darmstadt wird nun die Offene Kinder- und Jugendarbeit mit einem Festzuschuss fördern. Auf dem Papier stehen sich die Gemeinden damit in Zukunft besser, weil sich ihr Kostenanteil fürs ÖKJH verringert. Wie sehr ist noch nicht abzusehen, sondern muss die Praxis erweisen. Viel wert ist auch in Zukunft den beiden Kirchengemeinden die Kinder- und Jugendarbeit im ÖKJH, das allen Kindern und Jugendlichen offensteht. Auch finanziell. Für 2021 sind dafür über 60.000 € aus kirchlichen Geldern bereitzustellen. Förderer dieser Arbeit wird es auch in Zukunft brauchen. Mit den neuen Verträgen haben sich die Kirchengemeinden verpflichtet, sich auch weiterhin uneigennützig in der Kinder- und Jugendarbeit für Kranichstein zu engagieren.