17.02.2018

Gemeinsam unterwegs

Klausurtagung der Gremien in Schmerlenbach


Fotos: D. Volke, W. Lich (zum Vergrößern bitte anklicken)

Es war ein außerordentlich intensives und interessantes Wochenende: 32 von 35 Mitgliedern des Kirchenvorstandes, des Pfarrgemeinderates, des Kirchenverwaltungsrates und des Ökumenischen Ausschusses der beiden Gemeinden im ÖGZ kamen am 3. und 4. Februar im Tagungshaus des Bistums Würzburg in Schmerlenbach zusammen, um sich mit dem Thema "Als Schwestern und Brüder Jesu gemeinsam unterwegs" zu beschäftigen. Und das ist - auch dank der Vorbereitungsgruppe - gelungen. Das Wort "gemeinsam" im Motto hatte für alle eine ganz besondere Bedeutung. Es stand quasi für "Ökumene", wie sie im Ökumenischen Gemeindezentrum nun einmal gelebt wird. Ausdrücklich betont wurde, dass es sich nicht um eine Arbeitstagung handele.

Ein thematischer Einstieg am Samstag brachte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in paritätisch besetzten Kleingruppen zusammen, um miteinander zu sprechen und zu diskutieren. Vorgaben wurden nicht gemacht. So redete man in der einen Gruppe darüber, wie man der anderen Konfession erstmals begegnete, wie sich das auf die religiöse Entwicklung auswirkte und welche Wandlungen man bis zum heutigen Miteinander entdecken konnte. In einer anderen Gruppe war das Verständnis von Maria in der katholischen und evangelischen Kirche ein großes Thema. Das gemeinsame Abendgebet und die anschließende Eucharistiefeier wurde von vielen als besonders ansprechend empfunden. Evangelische Gremienmitglieder hatten sich sogar den Blasiussegen vom katholischen Pfarrer spenden lassen.

Der ökumenische Gottesdienst am Sonntag war in Vorbereitung und Durchführung ein Gemeinschaftswerk aller. Den Bibeltext hat man einmal aus der Lutherbibel und einmal aus der Einheitsübersetzung vorgetragen und die sprachlichen Unterschiede angesprochen. Gepredigt hat nicht der Pfarrer: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aufgerufen, zu dem Bibeltext in Wort oder Bild ihre Meinungen an Wandtafeln kund zu tun. Ein Experiment, das in großen Teilen auch gelungen ist.

Die Abschlussrunde zeigte, wie positiv die in dieser Zusammensetzung erstmals durchgeführte Klausurtagung aufgenommen wurde. Auch die persönlichen Gespräche, denen viel Zeit eingeräumt wurde und die Gemeinschaft seien wichtig gewesen. Man könne sich gut vorstellen, ein weiteres Wochenende durchzuführen. "Stoff" gäbe es genug. Nicht unerwähnt bleiben soll das gemeinsame gemütliche Beisammensein am Samstagabend. Ein fränkischer Silvaner oder ein Schmerlenbacher Klosterbier waren gute Begleiter.

Wolfgang Lich


 

 

Ökumenisches Gemeindezentrum