01.07.2016

"Credoweg Ökumene" als Lernort

Fünf Vertreter aus dem ÖGZ reisten nach Wertheim


Foto: W. Lich (zum Vergrößern bitte anklicken)

Einer langen Tradition folgend kommen Vertreterinnen und Vertreter der Ökumenischen Zentren Süddeutschlands jährlich zu einem Treffen zusammen, um sich auszutauschen und aus den jeweiligen Zentren zu berichten. In diesem Jahr war am 25. Juni das Ökumenische Kirchenzentrum Wartberg in Wertheim Gastgeber. Aus dem ÖGZ Kranichstein reisten fünf Personen mit Pfarrer Dietmar Volke an der Spitze in die nördlichste Stadt in Baden-Württemberg. Dort traf man auf "Delegierte" aus Neckarelz, Nürnberg, Stuttgart, Wertheim und Würzburg sowie auf einen Vertreter der norddeutschen Zentren aus Lüneburg.

Im Mittelpunkt des Tagesprogramms stand die Erlebnisausstellung "Credoweg Ökumene", die, wie der evangelische Pfarrer Jörg Herbert als Projekt-Verantwortlicher in seinen Begrüßungsworten anmerkte, von zehn bis zwölf fachkundigen Mitgliedern beider Kirchengemeinden als "Lernort für Ökumene" entwickelt wurde. Gemeindereferent Herbert Buhleier sprach ein Grußwort für die katholische Gemeinde.

"Was bedeutet es eigentlich zu glauben, was ist typisch evangelisch, was typisch katholisch und was verbindet diese beiden Konfessionen?" Diesen Fragen konnte man in der Erlebnisausstellung nachgehen und an 18 interaktiven Stationen die Neugierde und Experimentierfreude herausfordern. Pfiffige Aufgaben und sinnliche Eindrücke boten Anknüpfungspunkte für das Gespräch. Pfarrer Herbert war voll des Lobes über den bisherigen Erfolg. Seit dem 5. Juni hätten sich rund 800 Personen für die Art der Ausstellung in den Kirchenräumen interessiert. "Wenn man sieht, was das für Früchte trägt, macht man gerne weiter", sagte er und kündigte weitere "unglaublich spannende" Stationen an.

In der Aussprache am Nachmittag war die Zusammenlegung von Pfarreien zu größeren Seelsorgeeinheiten vor allem in der katholischen Kirche ein wesentlicher Diskussionspunkt, der auch für die Ökumenischen Zentren nicht ohne Folgen bleiben werde. Der Vertreter aus Norddeutschland berichtete, dass zum Beispiel in der Großstadt Kiel die katholischen Gemeinden zu einer Einheit zusammengefasst wurden. "Da sind wir in Kranichstein noch gut dran: die Besetzung der hauptamtlichen Stellen beider Gemeinden besteht noch auf Augenhöhe", resümierte Pfarrer Volke.

Wolfgang Lich


 

 

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