13.11.2019

"Friedensklima" beim Herbstfest

im Ökumenischen Gemeindezentrum


Pastoralreferentin Sonja Knapp und Pfarrer Manuel Alem (Fotos: W. Schenk - zum Vergrößern bitte anklicken)

„Friedensklima“ – das war der rote Faden durch den gemeinsamen Gottesdienst von katholischer und evangelischer Gemeinde im Ökumenischen Gemeindezentrum Kranichstein, mit dem das Herbstfest am Sonntag , 10. November, begann. Pastoralreferentin Sonja Knapp und Pfarrer Manuel Alem (unteres Foto) entfalteten im Dialog verschiedene Ideen, was Klimaschutz mit dem Weltfrieden zu tun hat. Und: „Wie ist das Klima in unserer Gesellschaft, im täglichen Miteinander: friedlich?!“ "Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt.", heißt es in der Bibel und führt zu der Aufforderung: Stellt euer Licht nicht unter den Scheffel, sondern lasst es leuchten vor den Leuten! Ermutigung, nicht länger abzuwarten, bis andere anfangen, sondern selbst einen Beitrag zum Friedensklima zu leisten: beim Einsatz für die Schöpfung, beim Engagement gegen Antisemitismus und für ein gutes Miteinander der Kulturen und Religionen, beim Einreißen nicht nur von realen Mauern, sondern vor allem von Mauern in unseren Köpfen. Während des Gottesdienstes brannte eine von neun Wanderfriedenskerzen, die jedes Jahr vom 1. September bis zum Buß- und Bettag durchs Rhein-Main-Gebiet reisen und Menschen aller Konfessionen einladen, gemeinsam um Frieden zu beten und Friedensarbeit zu gestalten. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten  das Flötenensemble „TonART“ und ein Gitarrenduo mit Heike Schwede.
Getreu dem Motto „Aus der Gemeinde – für die Gemeinde“ taten sich nach dem Gottesdienst die Räume zum Herbstfest auf: zum Mittagessen, zum Gespräch und zum Stöbern an den Ausstellungs- und Verkaufstischen mit schönen Basteleien, gestrickten Pullovern und Socken, selbstgekochter Marmelade, Büchertischen bis hin zum Eine-Welt-Stand. Lange Schlangen bildeten sich zunächst vor den Essensständen. Rouladen, ein Riesentopf mit Kürbissuppe oder afghanisches Essen- die Besucher konnten aus einem vielfältigen Essensangebot wählen. Wer zu spät kam, bedauerte, nicht mehr die ganze Auswahl zu haben. Nach gut eineinhalb Stunden hieß es: ausverkauft. Ein reichhaltiges Kuchenbuffet, betreut von den Messdienern, lud ein zum Bleiben.
Da, wo es eben noch Mittagessen gab, verwandelten sich die Tische zum „Repair Cafe“. Dass alles reibungslos lief, dafür sorgte immer wieder Dr. Volker Schrenk, der Organisator des Herbstfestes und meist gefragteste Mann an diesem Wochenende. Er behielt die Übersicht und sprang auch immer wieder in die Bresche. So war mit seiner Hilfe auch im Handumdrehen die Reparatur-Werkstatt aufgebaut, die erstmals beim Herbstfest dabei war. Zahlreiche Besucher hatten defekte elektrische Geräte wie Toaster oder Waffeleisen mitgebracht. Leider reichte der Nachmittag nicht aus, um alle mitgebrachten Geräte wieder in Gang zu bringen. „Wir hatten gut zu tun und kommen gerne wieder.“, so Ralph Müller, einer der drei Fachmänner. Diese Aktion war mit dem Herbstfest zusammen ein toller Erfolg. „Fast alles verkauft.“, stellte Uta Brygann von den Bastelfrauen zufrieden fest.
Der Erlös des Festes wird wieder verschiedenen caritativen Zwecken und der Arbeit des Ökumenischen Gemeindezentrums zugutekommen. Ebenso die Einnahmen vom Dämmerschoppen, der mit Zwiebelkuchen und Wein bereits am Samstagabend auf das Herbstfest eingestimmt hatte.

Dr. Volker Schrenk/ Dietmar Volke


 

 

Ökumenisches Gemeindezentrum